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Gedanken zum Jahresende



Mein Lieblingsweg, Dinge zu verarbeiten, ist das Schreiben. Egal ob in Gedichtform, in Form von längeren Texten oder in Form von Briefen an mich selbst oder meine Liebsten. Wenn meine Gefühle auf Papier fließen dürfen, werden sie so wirklich greifbar für mich. Die letzten Wochen waren voll mit vielen neuen Erfahrungen, voll mit langen Tagen, voll mit Lernen und Erleben, voll mit schönen Dingen und voll mit Stress, aber vor allem voll. Da gelang es mir nicht wirklich, mir die Zeit zu nehmen und zu reflektieren.

Die Zeit zu nehmen, um meine Gefühle auf Papier fließen zu lassen und Erlebtes zu verarbeiten.


Jetzt will ich mir die Zeit nehmen und das mit Dir teilen.


2022. Wo soll ich anfangen? Mir steigen sofort Tränen in die Augen, weil 2022 ein ganz besonderes Jahr für mich war. Eines der schönsten, wenn nicht das schönste Jahr. Ein Jahr der Katharsis, mein persönliches „Phönix aus der Asche“-Jahr.


Ich weiß nicht, wie viele äußere und innere Veränderungen im letzten Jahr stattgefunden haben, aber ich weiß, dass sie alle dazu beigetragen haben, dass ich mich mir selbst näher fühle, als je zuvor.


Ich ziehe jedes Jahr an Silvester zusammen mit meinen besten Freundinnen eine Tarot-Jahreskarte und meine Karte für 2022 war die Hohepriesterin.

Ein Ausschnitt aus der Beschreibung der Karte lautet:


"Vertrauen Sie Ihrer Intuition. Achten Sie auf Ihre innere Stimme, die Sie zur rechten Zeit zu den Plätzen und zu den Menschen führen wird, die für Sie jetzt wichtig sind."

(Hajo Banzhaf, "Gut beraten mit Tarot")



Rückblickend hätte man mein Jahr wohl nicht passender beschreiben können. Ich habe zum ersten Mal wirklich und ohne Kompromisse auf meine innere Stimme gehört. Ich habe vermeintliche Sicherheiten hinter mir gelassen und mich dazu entschieden, wirklich ich zu sein.


Beginnend mit der Yogalehrerausbildung und meiner Zeit in Sri Lanka, in der ich so viel über mich lernen durfte. Eine Chance, mich all den neuen Menschen, die ich kennenlernen durfte, so zu zeigen wie ich bin. Ohne mich hinter meinen Leistungen und akademischen Erfolgen zu verstecken. Ich habe mich zum ersten Mal wirklich als Emma gezeigt und das Gefühl, so akzeptiert, geschätzt und respektiert zu werden, wie ich bin, von noch komplett fremden Menschen, war unbezahlbar.


Hier entstand auch der konkrete Plan naemmaste zu gründen und ich wurde bestärkt darin, mich für das Psychologie-Studium zu bewerben.


Danach begann der Entstehungsprozess von naemmaste, das Ideensammeln und Texte schreiben und Website planen mit der lieben Jana. Gleichzeitig habe ich mich auf einen Studiumsplatz für Psychologie beworben und diesen letztlich im Juli zugesagt bekommen. Ich weiß noch, wie ich vor Freude fast geplatzt wäre. Dieses Freiheitsgefühl, endlich meinen Weg gehen zu dürfen und dann vom Universum irgendwie auch die Bestätigung zu bekommen, indem ich einen der wenigen Plätze ergattern konnte.


Seit Oktober studiere ich jetzt und gleichzeitig darf ich auch seit Oktober naemmaste mit Dir teilen und wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich stolz und dankbar.

Ich, wie wahrscheinlich die meisten von uns, habe mich zwischenzeitlich in "Ich muss das noch besser machen. Ich habe nicht genügend Zeit für mein Business, nicht genügend Zeit für meinen Job und nicht genügend Zeit für mein Studium. Ich muss dran bleiben. Was, wenn bald niemand mehr zu meinen Yogakursen oder Horoskop Readings kommt?" verloren.


Aber sind wir mal ganz ehrlich, es ist einfach absolut wundervoll, dass ich diesen Weg überhaupt gehen darf und Du bist die Bestätigung dafür, dass der Weg der richtige ist. Jede einzelne Yogastunde, jedes einzelne Geburtshoroskop, jeder einzelne Austausch mit all den Menschen, denen ich über naemmaste in den letzten Monaten begegnen durfte, ist die Bestätigung dafür und erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Jede einzelne Vorlesung, in der ich sitze und staune darüber, was ich alles lernen darf und wie faszinierend die menschliche Psyche ist, ist Bestätigung dafür.



Wirklich 100 % zu mir zu stehen, wirklich das zu tun, was ich tun möchte und die Person zu sein, die ich sein möchte, ist jeden Tag aufs neue eine Entscheidung und jeden Tag aufs neue eine Herausforderung. Und meine gesamte innere Entwicklung der letzten drei Jahre war ehrlich gesagt extrem herausfordernd und anstrengend, aber sie war es zu 100 % wert.


Vor drei Jahren fühlte ich mir selbst so fremd, wie noch nie. Meine Welt war gefühlt ein einziger Berg von Instabilität und ich habe meine eigene Intuition, meine Menschenkenntnis und mein ganzes Weltbild hinterfragt. Das Chaos und die Unsicherheit, die dann im Außen durch die Pandemie ausbrachen, spiegelte meinen inneren Zustand exakt wider. Rückblickend lag darin ein riesiges Geschenk verborgen: die Chance, mich von allen Vorurteilen und Erwartungen mir selbst gegenüber zu befreien. Die Chance, wirklich zu lernen, auf meine Intuition und meine innere Stimme zu hören. Und langsam aber sicher bin ich wieder bei mir.


Auch die Entscheidung, endlich selbst Therapie in Anspruch zu nehmen, obwohl ich es doch immer allen anderen ans Herz lege, war Gold wert und ich würde es jetzt jedem/r noch mehr ans Herz legen.


Vor allem an all die Reisen zu denken, die ich dieses Jahr erleben durfte, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit. Sri Lanka, Irland, Portugal, Kanada. Jede der Reisen hat etwas in mir ausgelöst, jede der Reisen hat mich mir selbst näher gebracht und hat mich das Leben in vollen Zügen spüren lassen.


Im Januar 2022 habe ich mich noch durch meine Physik Masterarbeit gequält und jetzt bin ich hier.


Ich blicke mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr, auf jeden einzelnen Moment, egal wie schön oder schwierig, weil jeder Moment zum nächsten Moment geführt hat und dann schließlich zu diesem Moment jetzt.


Ich bin stolz auf all das, was ich geleistet habe, aber viel wichtiger, ich bin stolz auf die Person, die ich bin und schon immer war. Ich bin stolz auf mich, unabhängig von erbrachten Leistungen, unabhängig von äußerer Anerkennung.

Und ich bin froh, dass ich mit mir durchs Leben gehen darf, dass ich für immer an meiner Seite stehen werde.


Ich wünsche Dir einen Moment der Dankbarkeit, einen Moment zum Innehalten und einen Moment zum Stolz sein. Auf Dich, einfach nur, weil Du bist, wer Du bist.

Und ganz egal, was 2022 für Dich bedeutet hat, oder was alles passiert ist, jetzt bist Du hier. Und das alleine ist ein Grund zum Feiern.

Dieser Moment jetzt, in dem Du atmest und fühlst und bist und leben darfst.


Ich bin stolz auf Dich und ich bin unglaublich dankbar, dass Du hier bist und mich ein Stückchen auf meinem Weg begleitest.


Hab eine besinnliche Weihnachtszeit und einen bewussten Start in das neue Jahr und all die noch nicht erlebten Momente, die auf Dich warten.



Emma








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